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Eine Schwellung im Bereich der Kniekehle ist häufig das Symptom einer Bakerzyste. Dabei handelt es sich um eine zystische (=blasige) Aussackung der Gelenkskapsel des Kniegelenkes in die Kniekehle hineine. Die Bakerzyste hat ihren Namen vom englischen Chirurgen M.W. Baker, der diese Zyste erstamls beschrieb.
Bakerzysten treten meistens als Folge chronischer Meniskus- bzw. Knorpelschäden auf, können aber auch im Rahmen chronisch-rheumatischer Knieerkrankungen (chronische Polyarthritis) auftreten. Üblicherweise besteht eine Schwächung der Gelenkskapsel (meist in Kombination mit einem Meniskusschaden), an dieser Stelle kann sich die Gelenkskapsel nach aussen vorstülpen. Wenn der Körper nun auf das ständige Reiben (durch den Meniskus- oder Knorpelschaden) im Kniegelenk mit einer gesteigerte Produktion von Gelenksflüssigkeit reagiert, um eben dieses Reiben zu verringern, führt das zu einem Gelenkserguss und einer Druckerhöhung im Kniegelenk. Irgendwann hält dann die Gelenkskapsel diesem erhöhten Innendruck nicht mehr stand und es kommt zu einer zystischen Aussackung der Gelenkskapsel - der sogenannten Bakerzyste.
Meist tritt die Bakerzyste in der Kniekehle auf, da die bindegewebigen Strukturen dort am schwächsten ausgebildet sind.
Symptome:
Die Beschwerden sind meist von der Belastung des Kniegelenks abhängig. Oft gehen die Symptome bei Ruhigstellung wieder zurück oder verschwinden sogar ganz.
Am häufigsten sind:
- Schmerzen oder Spannungsgefühle in der Kniekehle oder der oberen Wadenmuskulatur
- eine wiederkehrende druckempfindliche Schwellung in der Kniekehle
- Bewegungseinschränkung bei sehr großen Zysten.
Wenn die Bakerzyste platzt, kann es zu plötzlich einsetzenden starken Schmerzen des Kniegelenks oder des gesamten Unterschenkels und auch zu Entzündungserscheinungen kommen.
Diagnose:
Für die Diagnose wichtig sind ein genaues Erfassen des Krankheitsverlaufs, sowie eine manuelle Untersuchung des Kniegelenks.
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