Betrachtet man den knöchernen Kanal, durch den die Rotatorenmanschette verläuft, kann man sich gut vorstellen, daß bei Belastung eine Schädigung des Muskelgewebes nicht ausbleibt. So wie eine Schnur beim Bergsteigen ausfasert, wenn sie stets über eine scharfe Kante gezogen wird, kann auch die Muskulatur im Rahmen der Bewegungen kleine Verletzungen erleiden. Dies vor allem wenn gleichzeitig noch durch Veränderungen des Schulterdaches der verfügbare Raum enger wird.
Der Körper versucht diese geschädigten Fasern zu heilen (s. auch Heilungsphasen), was typischerweise im ersten Stadium, der Entzündungsphase, mit einer Schwellung und Schmerz einhergeht. Durch die Schwellung wiederum wird der sowieso enge knöcherne Kanal noch enger für die Muskulatur. Die Folge davon ist eine Art Einklemmung der Muskulatur (=Impingement) mit Schmerzen beim Ein- und Auswärtsdrehen des Armes, beim Heben des Armes und vor allem beim nächtlichen Liegen auf der betroffenen Schulter.
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Dies wird als Impingement-Syndrom bezeichnet. Oft kommt es im Rahmen dieser Beschwerden zum Auftreten einer schmerzhaften Entzündung des Schleimbeutels in der Schulter. In chronischen Fällen verkalkt dieser Schleimbeutel (Bursitis calcarea) Dies kann zu anhaltenden Schmerzen führen - und macht oft eine Operation (Arthroskopie und Ausräumen des Kalkdepots) erforderlich.
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