Eisbeutel (=Kryopacks) sollen unter keinen Umständen
direkt auf die Haut gebracht werden, da es sonst zu lokalen
Erfrierungen kommen kann. Der Eisbeutel muss mit einem Handtuch
umwickelt und erst dann auf die verletzte Region gelegt werden.
Sind die Kryopacks in vorgefertigter Form nicht vorhanden, tut
es auch ein kühler Umschlag oder ein Plastiksack voll Eiswürfel,
auch hier gilt: zuerst mit einem Handtuch oder einem Kleidungsstück
umwickeln. Eine billige Ersatzvariante für die Kryopacks
sind tiefgefrorene Erbsen, die sich in der Originalverpackung
(auch hier gilt - unbedingt mit einem Handtuch umhüllen)
sehr gut an die verletzte Extremität anmodellieren lassen.
Sollte das Tiefkühlgemüse im Karton gekauft worden
sein, muss man es einfach nur in einen Plastiksack umfüllen
und gut verschliessen. Sind die tiefgekühlten Erbsen durch
die Körperwärme aufgetaut, kann man sie problemlos
zurück ins Eisfach legen - und hat damit ein wieder-verwendbares
Kryopack.
Die Kryotherapie hat ihren Sinn bei allen akuten Verletzungen
(vor allem Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Muskelfaser-
und Sehnenrissen, etc.) - es wird durch Kälte das massive
Anschwellen der verletzten Region verhindert. Außerdem
kommt es durch die Kryotherapie zu einer deutlichen Schmerzlinderung.
Weiters ist die Kryotherapie indiziert bei Entzündungen
und Sehnenansatzreizungen, da dadurch die lokale Entzündung
gemildert wird. Auch postoperativ ist die Kryotherapie indiziert,
vor allem nach Gelenksoperationen.