Multidirektionale Instabilität

Multidirektionale Instabilitäten treten meist im Rahmen der habituellen Schulterluxation auf. Von einer habituellen Schulterluxation spricht man, wenn diese bei typischen Bewegungen, ganz ohne Verletzung auftritt. Sehr oft handelt es sich dabei um multidirektionale Instabilitäten. Als Ursache werden folgende anlagebedingte Veränderungen verantwortlich gemacht werden.

  • Anomalien des Kapselbandapparates
  • Dysplastische Pfannenverhältnisse
  • Verstärkte Anteversion der Pfanne, verminderte Retrotorsion des Humeruskopfes
  • Kongenitale Bindegewebsschwäche (Ehlers-Danlos-Syndrom, Marfan-Syndrom)
  • Muskuläre Fehlinnervation

Die Erstluxation bei der habituellen Schulterluxation ist meist nach vorne unten gerichtet und tritt vorwiegend bei jugendlichen Patienten ohne adäquates Trauma auf. Die verbleibende Instabilität ist häufig multidirektional und vielfach schmerzarm. Willkürliche Luxationen kommen meist im Kindesalter vor.

Therapie:

Die Therapie der multidirektionalen Instabilität erfolgt primär ohne Operation. Es wird versucht mit Physiotherapie die Muskulatur gezielt zu stärken um damit die Luxations- und Subluxationstendenz zu reduzieren. Die Operationsindikation hängt in erster Linie von der Häufigkeit der Reluxationen und dem Ausmaß der subjektiven Beeinträchtigung ab.


 

 

 

 

 

Bild: Leistungssportler Hochsprung

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