Das sogenannte AC-Gelenk (= Acromio-Clavicular-Gelenk) ist die Verbindung zwischen dem äußeren Ende des Schlüsselbeines und dem Acromion des Schulterblattes.
Zu Luxationen im Acromioclaviculargelenk kommt es verhältnismäßig häufig in körperkontaktbetonten Sportarten, ebenso im Reitsport, beim Radfahren, Skilaufen und Ringen. Verursacht wird die Verletzung meist direkt durch einen Sturz auf die Schulter bei adduziertem Arm, seltener indirekt durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand. Wenn die fixierende Kapsel und Bänder unfallbedingt zerreißen, wird das Schlüsselbein durch den Muskelzug nach oben verlagert wird - das Schlüsselbein luxiert nach oben.
Entsprechend des Verletzungsausmasses spricht man von verschiedenen Verletzungsgraden, unterteilt nach Tossy:
SYMPTOME
Typische klinische Symptome sind Schmerzen über dem AC-Gelenk und das Klaviertastenphänomen: Durch Druck von oben auf das äußere Schlüsselbeinende, welches deutlich nach oben steht, kann dieses ähnlich einer Klaviertaste nach unten gedrückt werden. Beim Nachlassen des Druckes schnellt es allerdings sofort wieder nach oben.
BEHANDLUNG:
Konservativ: ohne Operation kann man die AC-Gelenksverletzungen vom Typ Tossy I behandeln:
OPERATION:
Operiert werden sollten Verletzungen vom Typ Tossy II und Tossy III.
Dabei wird das nach oben stehende, verrenkte Schlüsselbeinende nach unten in seine korrekte Lage gedrückt. Damit es bis zum Ausheilen der Kapsel-Bandverletzungen in dieser korrekten Lage verbleibt, ist das Einbringen von Metallstiften mit Drähten, Schrauben oder gar einer Platte notwendig. Zusätzlich können die Bänder und Kapsel genäht werden.
In letzter Zeit hat sich die Stabilisierung mit einem neuen dynamischen System (dem LARS-Band) sehr bewährt.
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